Samstag, 16. August 2008
Zurück im klaten, nassen und grauen Deutschland
Die letzten Tage in Malaysia und Singapur waren schön, wie schon die letzten Male habe ich auch heute keine richtige Zeit zum Schreiben, aber das hol ich in den nächsten Tagen nach...
Schönes Wochenende und auf bald!
Regnerische Grüsse aus dem Allgäu.
Montag, 28. Juli 2008
Camiguin
Am 22.07. sind meine langersehnten weiteren Besucher eingetroffen.....
...das Wiedersehen war sehr herzlich und es war sooo schoen sie endlich wieder druecken zu koennen.
Am gleichen Tag haben wir uns auf die Reise von Cebu City nach Camiguin (Mindanao) gemacht. 14 Stunden Bootsfahrt auf der AIDA fuer Arme. Auf alle Faelle ein Erlebnis wert, meine Besucher waren relativ sparchlos... (waren sie in letzter Zeit oefter)
Die lange Bootsfahrt haben wir natuerlich fuer einen ausfuehrlichen Plausch genutzt
Und wir haben wieder Delphine gesehen, einen ganzen Schwarm, ganz nah am Boot, des war so tolllll!
Die beschwerliche Anreise hat alle sehr muede gemacht, wir mussten nicht nur 14 Stunden Faehre fahren sonder auch noch 3 Stunden Bus und 45 Minuten Boot.
Natuerlich sind sie nicht um das Karaoke singen, die lieblingsbeschaeftigung der Pinoys gekommen
Und endlich hab ich mich dazu durchgerungen einen Tauchschein zu machen, nun darf ich in allen Gewaessern dieser Welt tauchen. Und das ist so toll da unten, man nimmt alles ganz anders wahr als beim Schnorcheln,weil man viel naehr dran ist. Was mir besonders gut gefaellt: wenn man sich bei 18 Meter Tiefe auf den Grund legt und nach oben schaut...
Natuerlich habe ich meine Besucher auch durch Cebu City gefuehrt, an meine Arbeitsstellen, meine Gastfamilie usw. Anfangs waren sie glaube ich schon ganz schoen schockiert,wie sehr werden wohl die Bilder zeigen wenn ich sie entwickelt habe.
Momentan sind wir auf den Camotes Islands, hier bleiben wir noch bis morgen (07.08.) dann geht es zurueck nach Cebu, nochaml meinen Kids babay sagen und am 08.08. geht es dann weiter nach Singapur bzw. Malaysia.
Bis bald!
Dienstag, 22. Juli 2008
Donnerstag, 17. Juli 2008
PALAWAN - EIN REISETRAUM
Letzten Dienstag sind wir um die Mittagszeit hier in Puerto Princessa (liegt Inselmitte) gelandet, eigentlich wollten wir vom Flughafen direkt nach El Nido (Norden der Insel) aber leider fuhr kein Bus mehr. Dafuer sind wir noch bis Roxas gekommen, was ungefaher die Haelfte der Strecke ausmacht. Dort haben wir in einer ganz gemuetlichen Pension uebernachtet, bevor es frueh morgens am darauffolgenden Tag weiter ging.
Irgendwann am Mittwoch, voellig erschoepft sind wir dann in El Nido angekommen, sehr enttaeuscht von dem Strand den wir vorgefunden haben. Die Fotos sahen immer so traumhaft aus.... Dann wurden wir darueber aufgeklaert, dass El Nido der Startpunkt ist um die umliegenden kleinen Inseln zu erreichen, allerdings leider nicht fuer unseren Geldbeutel geeignet, faengt die billigste Unterkunft bei 230 US Dollar an.
Alternativprogramm: wir haben uns in El Nido einen guenstige Unterkunft gesucht (Inngo, ganz neue Zimmer, sehr freundliche Vermieter, nur zu empfehlen) und haben uns tagsueber ein Paddlboot gemietet und sind selber auf Inseln gepaddlt, was echt ganz schoen anstrengend war, dafuer hatten wir die weissen Palmenstraende ganz fuer uns alleine!!!!
Drei Naechte sind wir in El Nido verweilt bevor wir uns auf die Reise nach Sabang gemacht haben. Auch dieses Oertchen ist sehr zu empfehlen, liegt an einer sehr schoenen Bucht. Vergangenen Dienstag sind wir den Monkey Trailor gelaufen, das war sooo toll, mitten durch den Dschungel, nur wir und die Geraeusche des Dschungels. Das war auch einer der ereignisreichsten Tage, ich hab eine Schlange, zwei Affen, einen Waran, eine riesen Spinne und, der absolute Hoehepunkt: Delphine gesehen. So viele Stunden bin ich hier schon an den Straenden gesessen und hab Ausschau nach den Saeugern gehalten und nie einen gesehen. Aber Dienstag Abend sitzten wir im Strandrestaurant, voellig erschoepft von unserer 10 Kilometer Dschungeltour und dann ploetzlich.... erheben sie sich aus dem Wasser, das war so so so so toll und das ganze noch bei Sonnenuntergang. Perfekter Abeschulss dieses Tages!
Seit heute sind wir wieder in Puerto Princessa, die naechsten Tage wollen wir hier in der Gegend noch einiges erkunden bevor es kommenden Montag zurueck nach Cebu geht. Die Zeit vergeht wie im Fluge.
Palawan hat uebringens all die Auszeichnungen fuer die sauberste Insel zurecht bekommen, gar kein Vergleich zu Cebu, Manila & Co. Palawan ist super sauber und die Menschen erscheinen mir noch freundlicher, hilfsbereiter, lustiger, aufgeschlossener als in Cebu. Aber naruerlich gibt es auch hier den ein oder anderen der uns uebers Ohr hauen will, aber wenn ich meine Broeckchen Cebuano auspacke kostet alles nur noch die Haelfte.
Ueber meinen Freund musste ich die ersten Tage ziemlich viel lachen, fuer ihn ist das hier alles so neu, so anders..... Nun erkenne ich in seinem Gesicht wie ich mich die ersten Wochen gefuehlt habe, wo auch ich kaum noch aus dem Staunen rausgekommen bin. Auch wurde er gleich richtig in die philippinische Kultur eingefuehrt mit Essen, Jeepney fharen, Fr. Joriz kennen lernen usw.
Naechste Woche melde ich mich von Camiguin, ich hoffe ihr seid alle gesund und wohl auf.
Viele sonnige Gruesse aus Puert Princessa
Lydi
Freitag, 4. Juli 2008
Erstes Urlaubsziel: Malapascua
5 Tage Malapsacua, ruck zuck wars rum!
Am Montag Morgen hab ich mich zum dritten Mal auf die lange Anreise nach Malapascua gemacht, die ich nach sieben Stunden dann auch erreicht habe.
Ich war schockiert als ich sehen musste was der letzte Taifun mit meiner Lieblingsinsel angestellt hat, ich haette heulen koennen. Malapsacua war fuer mich der Begriff fuer Paradies (wenn es denn dann sowas gibt, stellt sich ja jeder unter "Pradies" etwas anderes vor) und nun ist alles dahin. Der Strand hat mindestens drei Meter an Breite verloren, viele Palmen haengen nur noch lose an ihren Wurzeln oder sind schon ganz aus den Latschen gekippt, das ein oder andere Beachresort steht gar nicht mehr usw.
Naja, den Montag Nachmittag habe ich dann zum trauern gebraucht, am Dienstag war es schon nimmer so schlimm und ich konnte den ganzen Tag die Sonne am Strand geniessen.
Auch diesmal habe ich wieder eine Deutsche kennengelernt, Sabrina ist Ende 20 und lebt seit eingen Wochen in Hong Kong. Sabrina ist zwei Tage vor mir auf der kleinen Insel im Norden von Cebu angekommen, von der dortigen Armut so ueberwaeltigt, dass sie kurzerhand Geld von den Touristen und Resortbesitzern gesammelt hat.
So sind wir am Mittwoch ueber die Insel gewandert und haben an rund 100 Kinder Bleistifte, Spitzer, Papaier, Wachsmalstifte, Baelle usw. verteilt.
Von Mittwoch auf Donnerstag gab es ein heftiges Unwetter und ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert davon, obwohl es mir diesmal schon lieber gewesen waere, wenn ich nicht alleine in meinem Cottage gewesen waere. Der Donner war so gigantisch, wenn die dicken Wolken ueber dem Ozean aneinander gekracht sind, habe ich die Erschuetterung bis in die Matratze meines Bettes gespuert. Der Platzregen hat dem Dach meines gemieteten Cottages nicht so gefallen, kurzer hand ist das Dach ein wenig eingestuerzt und innerhlab von wenigen Sekunden hatte ich ein Wasserbett. Also sowas ist mir ja auch noch nie passiert. Naja, so habe ich die restliche Nacht mit einem Eimer im Bett verbracht, der schnarcht wenigstens nicht:)
Am naechsten Tag hab ich natuerlich ein neues Zimmer bekommen, was durchaus von Vorteil war, in der daurauffolgenden Nacht hat es naemlich wieder geregnet.
Zum Nachdenken hatte ich gar keine richtige Zeit, mein Kopf ist voll mit 100000 Dingen, hab staendig Kopfweh und kann nicht schlafen. Nun ergeht es mir genau so wie wenige Tage vor meiner Ausreise aus Deutschland. Physisch hab ich keinen Stress, psychisch aber um so mehr, dabei weiss ich eigentlich gar nicht so genau warum.
Ich hoffe sehr, dass sich das spaetestens am Montag legt, wenn ich endlich meinen ersten Besucher in Empfang nehmen kann. Oh Gott, mein erster Besucher, es gab Zeiten da musste ich noch 36 Wochen warten, nun sind es nur noch knapp drei Tage. Aber ich freu mich sooo sehr, endlich mal wieder Deutsch sprechen, der Nachteil: wenn ich kuenftig fluche oder laester muss ich wohl beruecksichtigen, dass mich die Leute in meiner Umgebung verstehen, das war hier irgendwie schon praktisch, z. B. ueber jemanden am Nachbartisch zu reden, denn er hat es ja nicht verstanden.
Das naechste Mal melde ich mich von Palawan.
Ich wuensche euch ein schoenes und sonnenreiches Wochenende!
Viele liebe Gruesse aus CC Lydi
Donnerstag, 26. Juni 2008
Mein letzter Arbeitstag
So schnell geht das also, grad mal richtig eingewoehnt, schon ist es wieder rum. 10 1/2 Monate rum wie nix.
Heute war mein letzter Arbeitstag, ein letztes Mal : "babay ade Ludja! Babay children."
Ich brauch wohl noch ein wenig Zeit um zu regestrieren dass es nun wirklich vorbei ist, meine Arbeit ist beendet, nun kann ich mich voll und ganz auf meinen Urlaub, meine Freunde und auf mein neues altes Leben in Deutschland vorbereiten.
Am Montag fahr ich nochmal nach Malapascua, diesmal bin ich ganz froh dass ich alleine bin, Zeit um die vergangenen Monate zu reflektieren und -vor allem- endlich all die Eindruecke und das Erlebte der vergangenen Monate zu verarbeiten.Und dann steht noch das groesste Problem bevor, mein Zimmer muss ausgeraeumt und in Koffer gepackt werden, warum zum Henker darf man nur 20 Kg im Flugzeug mitnehmen? Wer hat denn diese Regel aufgestellt? Das werde ich mal nachforschen und mich bei dem Verantwortlichen beklagen:)
Vielel sonnige Gruesse (mittlerweile ist es fast nimmer windig) aus Cebu City Lydi
Montag, 23. Juni 2008
Wochenendausflug faellt flach? Dann gehen wir halt bowlen!


Aber dann ging es mit viel Schwung und Energie ab auf die Bowlingbahn

Und die Dinger sind ganz schoen schwer, jedenfalls hatte ich zwei Tage Muskelkater davon
Wie praktisch das die SM-Mall keine Wuensche offen laesst, man kann den ganzen Tag dort verbringen: erst kann man Fruehstucken gehen, anschliessend zum shoppen, dann zum Mittagessen, danach zum Friseur, Massage, Kosmetik oder Spielhoelle und/oder Kino, danach zum Abendessen und zum Absacker noch in die Bar.
Oder man geht zum Bowling.
Jup, auch wir waren anschliessend noch beim Einkaufen, seht ihr die schwarze SCHWEPPES DOSEN? Ich will ja keine Schleichwerbung machen, aber Dank diesen Dosen bin ich noch nicht verdurstet, das ist naemlich ganz ordinaeres Wasser mit Kohlensaeure:)
Und dann waren wir noch richtigen Kaffee trinken, nein keine Selbstverstaendlichkeit, normal gibts hier Pulverkaffee. Dummerweise haben wir uns dazu entschieden rauszusitzen, wo "Fengshen" nich lange auf sich hat warten lassen, unserem Sitznachbarn hat es sogar die Kaffeetasse vom Tisch gefegt.

Noch ein Nachteil des Taifuntreibens: beinahe drei Tage keinen Strom....
...und zurueck bleibt nur eine Landschaft der Verwuestung

In den vergangenen Tagen ist "Fengshen" (Name des Taifuns) mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern ueber das Tropenparadies gefegt und hat ein Bild der Verwuestung hinterlassen.
Auf 160 belaueft sich momentan die Zahlen der Toten, 700 Menschen werden immer noch vermisst und Hundertausende sind auf der Flucht. Allein in Iloilo starben 102 Menschen. Beinahe alle Staedte stehen unter Wasser.

Am Samstag wurden wegen straken Regens, Flutwellen und Erdrutschen Hundertausende Menschen in Sicherheit gebracht.
Ebenso ist am Samstag eine grosse Faehre, die "MS Princess Of Stars", gekentert, von den 700 Passagieren wurde lediglich (zum momentanen Zeitpunkt) vier gerettet, an bestimmten Strandabschnitten werden immer wieder Leichen angetriben von denen man stark annimmt, dass sie Passagiere der Faehre waren.
Cebu blieb vor groesseren Schaeden zum Glueck bewahrt, was vor allem daran liegt, dass die umliegenden Inseln den Taifun abgefangen und Cebu lediglich den Wind und die Regenschauer abbekam, was aber in keinem Verhaeltnis dazu steht, was die umligenden Inseln erleiden mussten. Nich um sonst heisst es "Cebu liegt im Herzen der Visayas".

Zyklone oder Wirbelstuerme bezeichnet man im atlantischen und karibischen Raum als Hurrikane. Im suedostasiatischen Raum spricht man von Taifunen, warum man es im asiatischen Raum Taifun und nicht Wirbelsturm nennt...keine Ahnung!
Das Wort Taifun leitet sich aus dem chinesischen Wort Tai-Fung („starker Wind“) ab. Im Tagalog (Hauptsprache der Philippinen) verwendet man das Wort „Bagyo“ dafuer. Von einem tropischen Tief spricht man, wenn eine Windgeschwindigkeit von 63 km/h nicht ueberschritten wird. Etwa die Haelfte der tropischen Tiefs im nordwestlichen Pazifik und dem Suedchinesischen Meer entwickelt sich nicht weiter.
Steigert sich jedoch die Windgeschwindigkeit darueber hinaus auf bis zu 117 km/h, dann spricht man von einem tropischen Sturm. Ein tropischer Sturm generiert zu einem Taifun, wenn eine Windgeschwindigkeit von 118 km/h (entspricht der Windstärke 14) ueberschritten wird. Mit dieser Maßgabe ist das Vorkommen eines Taifuns definiert. Die auf die Philippinen einwirkenden Taifune entwickeln sich aus großflaechigen Tiefdruckgebieten mit etwa 27 Grad warmer, feuchter, schnell aufsteigender Luft im westlichen Pazifischen Ozean (6-12 Grad noerdlicher Breite/ insbesondere die Seegebiete um die Marianen-und Karolinen-Inseln). Je mehr der Luftdruck im Zentrum faellt, desto mehr kalte Luft beginnt aus der unteren Atmosphaere in das vertikal zirkulierende Heiß-Luft-System einzustroemen.
Die sich durch die Erddrehung im Uhrzeigersinn (Coriolis-Effekt) aufwaerts drehenden, feuchten Luftmassen bilden dann einen energiegeladenen, etwa zehn Kilometer hohen spiralenartigen Saeulenring vertikaler Luftstroemungen aus. Die Luft kondensiert in der Hoehe zu einem 100–2000 Kilometern breitem Schirm stark regenhaltiger Quell- und Gewitterwolken. Innerhalb des Rings gibt es eine kreisfoermige, windarme, oft wolkenlose Zone, die auch das „Auge“ des Hurrikans genannt wird und einen Durchmesser von 20–100 Kilometern haben kann. Unmittelbar außerhalb des „Auges“ wurden Windstroemungen mit bis zu 480 km/h und sintflutartige Niederschlagsmengen festgestellt.
Ein durchschnittlicher Taifun produziert uebrigens eine Energiemenge von etwa 20 Millionen Megawatt, was der jaehrlichen Stromerzeugung der USA entsprechen soll. WOW! Die durchschnittliche Regenmenge eines Taifuns beinhaltet etwa die halbe Regenmenge Deutschlands.
Kaum zu glauben, aber Taifune haben – unabhaengig von ihrer stark zerstoererischen Wirkung – auch positive bez. funktionale Eigenschaften für das globale Wettergeschehen. Sie stellen ein großes Hitze- und Feuchtigkeits-Transfersystem zwischen den Tropen und den Polen dar. Sie senken die Temperaturen in den Tropen und erhoehen diese in den polnaeheren Gebieten und stabilisieren so das Klimagleichgewicht.
Und da soll nochmal jemand sagen es gaebe kein schlechtes Wetter, nur flasche Kleidung....
Auf "Fengsehn" bin ich im uebrigen ziemlich sauer, denn eigentlich wollte ich uebers Wochenende mit Joey nach Moalboal fahren (im Sueden Cebus), da hat uns aber das Wetter einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht.









